Zarah! Einmal Zirkuspferd, immer Zirkuspferd

30. März 2023, 19:30 Uhr

Ferienlager Musikhaus, Zweisimmen

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Es ist das Jahr 1918. Die elfjährige Sara Stina Hedberg aus dem schwedischen Provinznest Karlstad, hat sich nach einem Theaterbesuch in den Kopf gesetzt, ein grosser Star zu werden. So beginnt die beispiellose Karriere der Zarah Leander, die später die Kinoleinwände und Konzertsäle der Welt erobern sollte.

Der Psychologe, Psychotherapeut und Schauspieler Georg Kling erzählt in seiner Produktion «Zarah! Einmal Zirkuspferd immer Zirkuspferd» ihre unglaubliche Geschichte und lässt dank Fotografien, Filmausschnitten und Liedern das Publikum in das Leben und die Karriere des Weltstars eintauchen. Leanders dunkle Stimme und Hits wie «Yes Sir» oder «Nur nicht aus Liebe weinen» verzaubern das Publikum bis heute. Das Ganze hat allerdings eine grausame Schattenseite. Leanders grenzenloser Ehrgeiz lässt sie zur skrupellosen Opportunistin werden. Für den Erfolg lässt sie sich vom deutschen Naziregime vor den Propagandakarren spannen und opfert dafür auch Liebe und Familie. 

Diese Lebensgeschichte hat durch die aktuelle Weltlage eine sehr brisante Dimension erhalten. Zarah Leander hat getan, was viele Staaten heute auch tun, Eigeninteressen über moralische Bedenken stellen. Was beutet das für ein künstlerisches Werk? Kann man dieses unabhängig von einer Person, deren Handlungen und Haltungen betrachten? Die Geschichte verdeutlich, wie relativ die Wahrnehmung von Gut und Böse ist. Sie zeigt aber auch, dass kämpfen sich immer lohnt, auch gegen einen übermächtigen Gegner.

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